CDU Samtgemeindeverband Altes Amt Lemförde

Zukunftswerkstatt zur Kreistagswahl gestartet

Volker Meyer freut sich über den Austausch mit den Gästen

Nachdem die digitalen „Experten-Talks“ zwischenzeitlich viele Teilnehmer gewonnen haben, konnte der CDU-Kreisverband Diepholz nun wieder eine Diskussionsveranstaltung vor Ort ausrichten. Auf Einladung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Meyer ging die Podiumsdiskussion mit fachkundigen Gastreferenten im Meyerhof in Heiligenrode um den Themenbereich Bildung, Soziales, Kinder und Jugend.

 

Den Anfang machte Marlies Winkler, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Diepholz-Syke-Hoya. Sie stellte in ihrem Vortrag zunächst die pandemiebedingt erschwerte Situation für Familien dar. Die Fachstelle Sucht der Diakonie stelle einen stark gestiegenen Alkoholkonsum fest, oft bedingt durch Arbeitslosigkeit und Einsamkeit. Im Bereich der Integrationsarbeit, wo Workshops und Sprachtrainings lange nicht stattfinden konnten, fehle es nun an Kontakt für einen schnellen Wiedereinstieg.

 

Lars Genthe, Jugendwart der Kreisfeuerwehr, beschrieb die aktuelle Situation der rund 1.500 jungen Mitglieder. Während der Sportbetrieb wieder liefe, wünschen sich die Kinder und Jugendlichen, auch wieder am Dienst teilnehmen und trainieren zu dürfen. Neben dem Training sei insbesondere der regelmäßige Kontakt zu den Heranwachsenden wichtig, um Kindern mit Problemen helfen zu können. Von Bedeutung sei hier z.B. das achttägige Jugendzeltlager, wo sich manche den Betreuern anvertrauen.

 

Über die Lage an den Schulen berichteten Robin Heimbucher, Sprecher des Kreisschülerrates, und Jan Lindemann, Lehrer am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen. „Vier von fünf Jugendlichen haben Probleme mit dem Alleinsein“, so Heimburcher. Es fehle der Kontakt und die Unterstützung durch die Sozialarbeiter; jetzt würden verstärkt Schulpsychologen benötigt, um die Probleme aufzuarbeiten. Dies bestätigte Jan Lindemann. Zudem kämen schwache Schüler im Home Learning nicht mit. Beide wiesen auf den Nachholbedarf bei der Vermittlung von Medienkompetenz hin.


Kreisvorsitzender Axel Knoerig MdB zeigte Verständnis für die geschilderten Sorgen und Nöte von Familien und jungen Menschen. Er wies auf das Aktionsprogramm des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ hin, das zwei Milliarden Euro für die Stärkung der frühkindlichen Bildung, zusätzliche Sport- und Freizeitaktivitäten, insbesondere für Familien mit geringen Einkommen, sowie zur Aufarbeitung von Lernrückständen vorsieht. Außerdem sprach er die Möglichkeit von Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen sowie den Einsatz von Freiwilligendienstleistenden an, die auch in Bildungseinrichtungen z.B. Sport-AGs anbieten können. Abschließend hielt Knoerig fest, wie wichtig es sei, Menschen in Problemsituationen zu unterstützen, um nicht eine gesellschaftliche Schieflage zu geraten.

 

Die nächste Zukunftswerkstatt findet am 5. August in Sulingen zum Thema Gesundheit statt!